Südkurier

Neue Marke Gelenkchirurgie

07.07.2012 Von GEORG BECKER

Nun hat das Krankenhaus Stockach einen Imagefilm, der Werbung für das neue Selbstverständnis machen soll. Er kann auf der Internetseite des Krankenhauses abgerufen werden, ihn bekamen die über 200 Besucher bei der offiziellen Vorstellung des neuen Gelenkchirurgie-Zentrums im Krankenhaus zu sehen.

Es war der Startschuss für die neue Zeit mit dem neuen zweiten Operationstrakt. Bürgermeister Rainer Stolz hob die Bedeutung hervor: „Es ist ein wichtiger Abend für das Krankenhaus, es ist ein wichtiger Abend für die Stadt.“ Mit dem zweiten OP-Trakt, dem Namen Gelenkchirurgie statt Sportmedizin und neuen Ärzten, sah sich Stolz am Ziel: „Wir haben geliefert, was wir versprochen haben.“

 

Was sich hinter Werbung und der Marke Gelenkchirurgie verbirgt, das brachten sechs Ärzte des Krankenhauses dem Publikum näher. Kirsten Trepte, Ewald Renz, Richard Volz, Steffen Thiede, Walter Panzer und Thomas Castner beschrieben ihr Fachgebiet. Schulterchirurg Ewald Renz, der mit jährlich über 500 Eingriffen in Stockach den Weg für die spezialisierte Gelenkchirurgie geebnet hat, freute sich riesig über den neuen OP. Die wohnortnahe, hochwertige Versorgung sei zukunftsweisend, sagte Renz.

 

Richard Volz, der die Kniegelenk-erhaltende Chirurgie vorstellte, pflichtete seinem Kollegen bei: „Der neue OP ist perfekt.“ Er arbeitet seit vier Monaten im Krankenhaus Stockach. „Ich fühle mich hier rundum wohl“.

Steffen Thiede, der die gelenkersetzende Kniechirurgie vorstellte, räumte ein: „Jeder, der operiert, hat Komplikationen.“ Doch in den meisten Fällen führe der Gelenkersatz zur Schmerzlinderung. Walter Panzer sparte bei seiner Vorstellung nicht mit hintergründigem Humor. Als Neurochirurg hätte er es mit 76 Gelenken an der Wirbelsäule zu tun: „Das hört sich interessanter an, als zwei Schultergelenke.“ Mit Schaubildern verdeutlichte Panzer wie minimal die Gewebe verletzenden Eingriffe durch neue Methoden in seinem Fachgebiet geworden sind.

 

Thomas Castner als neuer „Facharzt für Schmerzausschaltung“ (Anästhesist) übernahm den politischen Part des Abends. Aufgrund seines beruflichen Lebenswegs sei er ein überzeugter Verfechter der „kleinen Häuser mit hohem Spezialisierungsgrad“. Ein Thema, das Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Stuke grundsätzlich beleuchtete: „Ohne Schwerpunktbildung können wir die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen nicht überstehen.“

 

Bild/Autor: bec