Seit 2005 operiert Dr. Ewald Renz im Krankenhaus Stockach. Für das Jahr 2016 sind weit über 500 Operationen für diesen Bereich vorgesehen. Der auf Schulterchirurgie spezialisierte Unfall- Sport- und Notfallmediziner führt eine Privatpraxis in Überlingen. Dank seiner Erfahrung und Qualifizierung lassen sich Patienten aus dem gesamten Bodenseeraum, dem Allgäu und Linzgau von ihm behandeln. Dr. Renz weiß eine gute Behandlung der Schulter zu schätzen: Er selbst hatte als Leistungssportler Probleme mit dem komplizierten Gelenk. Er führt zusammen mit Dr. Richard Volz und Dr. Wilhelm Loewe in Überlingen eine Gemeinschaftspraxis (www.gelenkchirurgie.de).

Ständig im Einsatz


Sie ist 24 Stunden am Tag im Einsatz: Wenn wir uns morgens unter der Dusche die Haare schamponieren, am Mittag unser Vesper von der Ladentheke entgegennehmen oder am Abend die Bettdecke über den Kopf ziehen - ohne funktionstüchtige Schulter sind alltägliche Bewegungsabläufe nicht uneingeschränkt möglich. Wie bei den meisten Funktionen unseres Körpers lernen wir seine Genialität erst zu schätzen, wenn Funktionen eingeschränkt sind oder gar Schmerzen bereiten. Die Schulter kann sehr viel aushalten, doch vor Verschleißerscheinungen oder akuten Beschwerden bleibt auch sie nicht verschont.

 

Ausgeklügeltes Werkzeug

 

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Es steht eng im Zusammenhang mit drei anderen Gelenken und mit der Verbindung zwischen Schulterblatt und Brustkorb. Das Schulterhauptgelenk und die vier Schulter-Nebengelenke umfassen die gesamte funktionelle Einheit:

 

  • Oberarmkopf - Schulterblattpfanne 
    (Hauptgelenk, auch Glenohumeralgelenk genannt)
  • Schlüsselbein - Schulterblatt/Schulterhöhe 
    (Schultereckgelenk oder Acromioclaviculargelenk genannt)
  • Schlüsselbein - Brustbein 
    (Sternoclaviculargelenk genannt)
  • Schulterblatt - Brustkorb 
    (Gleitschicht zwischen Schulterblatt und Brustkorb oder Thorakoscapulargelenk)
  • Schulterhöhe - Oberarmkopf 
    (Gleitweg unter der Schulterhöhe oder subacromiales Gleitgelenk)

Das Schulter(haupt)gelenk selbst hat einen relativ großen Kopf verglichen mit der Pfanne. Deshalb müssen Muskeln, Sehnen und Bänder helfen, das Gelenk zu stabilisieren. Die Muskulatur steuert die Bewegung des Schultergelenkes und stabilisiert den Kopf in der Pfanne.

 

Die zu diesen Muskeln gehörigen Sehnen (Rotatorenmanschetten-Sehnen) sind anfällig für Entzündungen und für degenerative (verschleißbedingte) Veränderungen, die durch unangemessene Bewegung und schlechte Durchblutung entstehen.

 

Es kann zu einem Ungleichgewicht in der Bewegung mit erhöhter Muskelspannung, druckempfindlichen Sehnen und möglicherweise auch Muskelkontrakturen kommen. Halten derartige Bedingungen länger an, kann daraus eine chronische Sehnentzündung bis hin zur Kalkablagerung in den weichen Geweben der Schulter resultieren.

 

Erkrankungen der Schulter


So vielseitig die Schulter selbst, so vielseitig sind auch die Möglichkeiten der Erkrankung. Gefürchtet sind Auskugelungen beispielsweise durch einen Sturz oder Schleimbeutelentzündungen, die durch Überbelastungen hervorgerufen werden können. Schmerzhaft sind ebenso Kalkablagerungen in Rotatorenmanschettensehnen oder Schleimbeutel, Defekte der Sehnenplatte, Schultergelenkverschleiß, Engpass-Syndrom oder Schultersteife. Daneben sind weitere verletzungsbedingte Krankheitsbilder möglich.


In der Schulterchirurgie sind verschiedene Operationsmethoden möglich. Es ist wichtig, dass bei Diagnostik und bei den Vorbereitungen der Operation das entsprechende Verfahren ausgewählt wird.

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

 

Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wird sowohl zur Behandlung als auch zur Untersuchung verletzter oder verschlissener Gelenke angewendet. Sie bietet eine Operationsmethode mit relative kleiner Schnittführung und der geringst möglichen Schädigung von Gewebe um das betroffene Gelenk. Dieser sog. "minimal invasive" Eingriff verkürzt die Heilung im Vergleich zur offenen Operation.

Vorteil: Kleine Schnitte, kleine Narben, rasche Heilung und Schonung umliegender Strukturen

 

Operationen am "offenen Gelenk"

 

Diese Methode ist vor allem dann angezeigt, wenn die Erkrankung oder Verletzung nicht durch eine Gelenkspiegelung behandelt werden kann, weil entweder Muskeln, Bänder und Sehnen um das Gelenk herum operiert werden müssen, oder weil der Defekt für ein Arthroskop (Gelenkspiegel) nicht zugänglich ist.

 

Spezielle operative Methoden

 

Synovektomie

 

Arthroskopische Entfernung der erkrankten, verdickten oder entzündeten Gelenkinnenhaut

 

ASD = Arthroskopische subacromiale Dekompression = Erweiterung des "Schulterdaches" mit Abtragung (Fräsung/Shaving) z.B. des knöchernen Sporns am Acromion (Schulterhöhe). Hierdurch entsteht mehr Platz/ Gleitraum für die Rotatorensehnen.

 

ARAC = Arthroskopische Resektion Acromio-Claviculagelenk = mittels Gelenkspiegelung kontrollierte Teilentfernung des Schultereckgelenkes (bei Verschleiß oder knöchernen Ausziehungen mit Einengung des Gleitraumes für die RM-Sehnen.

 

Sonstige arthroskopische Eingriffe:

 

  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Glättung des geschädigten teilweise losen Knorpels
  • Entfernung von Kalkablagerungen in den Sehnen oder Schleimbeutel
  • Durchtrennung (Tenotomie)
  • Anheftung (Tenodese) der geschädigten langen Bicepssehne
  • Wiederanheftung oder wenn nötig Entfernung des verletzten/geschädigten Bicepsankers (SLAP-Repair)

Bankart-Repair

 

Stabilisierungsoperation nach Schulterauskugelung, kann arthroskopisch (häufig) oder offen (heute selten) erfolgen. Mittels spezieller Fadenanker wird der Knorpellippe samt Kapsel (Labrum-Kapsel-Komplex) am abgelösten Pfannenrand wieder angeheftet (refixiert).

 

RM-Naht

 

Verschluss des Rotatorendefektes oder -Risses mit einer arthroskopischen Nahttechnik (Fadenanker). Bei größeren RM-Defekten kommt eine mini Incision vom etwa 3 cm mit offener Nahttechnik unter Verwendung der Faden-Anker zur Anwendung (mini open).

 

PROTHETIK

 

Bei fortgeschrittenem Verschleiß oder schwerer Verletzung wird u.U. das ganze Gelenk durch eine Prothese ersetzt. Es gibt Prothesen für die meisten Gelenke im Körper, häufig sind der Ersatz der Hüft- und Kniegelenke. Deutlich zunehmend ist aufgrund guter Verlaufsergebnisse und Standzeiten auch der Ersatz des Schultergelenkes.

 

Durch ausgefeilte OP-Technik und ausgereifte Entwicklung der Prothesensysteme ist es möglich, situationsangepasste Prothesen mit großem Gewinn für unsere Patienten einzubauen.

 

Bei sorgfältiger Indikationsstellung abhängig vom Patientenalter, Beschwerden, Einschränkungen und klinischen sowie bildgebenden Befunden kommt bei uns ein Oberflächenersatz oder Kalottenersatz, eine Oberarmkopfprothese oder Totalendoprothese (Kopf und Pfannenersatz) bzw. eine inverse Schulterprothese zum Einsatz.

 


Eine Operation kann nur der letzte Weg bei der Behandlung von Schulterproblemen sein. Bevor eine Operation geplant wird, sind konservative Therapien angebracht, vor allem ist aber eine umfassende Diagnostik nötig.

Dienstags- und Donnerstagsvormittag finden spezielle Schultersprechstunden in der Privatpraxis von Dr. Ewald Renz statt. Terminvereinbarungen sind möglich unter der Telefonnummer 07551/ 948980.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gelenkchirurgie.de

 



Für das Jahr 2012 sind mehr als 500 Operationen durch Dr. Ewald Renz im Krankenhaus Stockach vorgesehen. Montags-, Mittwochs- und am Donnerstagsnachmittags ist Dr. Renz im Operationssaal in Stockach tätig. Die Spezialisierung des Mediziners kommt den Patienten genauso zugute wie seine Erfahrung.

Aber auch die Erfahrung des OP-Teams spricht für die qualitätvolle Behandlung. Das Team aus Operateur, Anästhesist und Pflegekräften stets das gleiche. So kennen alle Beteiligten die Abläufe und nötige Vorgehensweisen perfekt.


Dr. Ewald Renz schlug nicht von Studienbeginn an den Weg zum Mediziner ein. Zunächst schloss er das Studium der Sportwissenschaften in Köln ab. Über seine Diplomarbeit musste er sich mit der Sportmedizin auseinandersetzen. Noch viel mehr war Dr. Renz als Leistungssportler, nämlich als leidenschaftlicher Handballspieler, von der Sportmedizin abhängig. "Ich weiß, wie schwer es ist, an den richtigen Mann zu geraten", sagt Dr. Renz im Rückblick an seine aktive Zeit. Erst über diese Umwege fand er schließlich zum Studium der Humanmedizin mit den Schwerpunkten Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Innerhalb der Orthopädie spezialisierte er sich insbesondere auf die Schulter. Rund 85 Prozent seiner Tätigkeit erstreckt sich auf die Behandlung des beweglichsten Gelenks des menschlichen Körpers. Daneben gehören Gelenkerkrankungen des Knies, des Ellenbogens oder des Sprunggelenks zu seinem Spektrum. Seit 2002 führt Dr. Renz eine Privatpraxis in Überlingen.


Kontakt:
Dr. med. Ewald Renz

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Schwerpunkt Schulterchirurgie
Dipl. Sportwissenschaftler
Sportmedizin / Chirotherapie / Notfallmedizin

 

Gemeinschaftspraxis

Dr. Ewald Renz, Dr. Richard Volz & Dr. Wilhelm Loewe

Hägerstraße 4

88662 Überlingen
 
fon: 07551 / 94 89 80
fax: 07551 / 94 89 82

mail: e.renz@gelenkchirurgie.de