Spezielle Gelenkchirurgie

Sporttraumatologie

 

Seit 2015 verstärkt Herr Dr. Wilhelm Loewe das Ärzteteam am Stockacher Krankenhaus.

 

Das Zentrum für Gelenkchirurgie im Krankenhaus Stockach hat sein Team durch die Aufnahme von Herrn Dr. Wilhelm Loewe verstärkt. Herr Dr. Wilhelm Loewe ist aus Tübingen gekommen. Dort hat er in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik die Abteilung Arthroskopie und Sporttraumatologie geleitet. In seinem Bereich wurden Jährlich ca. 1.800 operative Eingriffe an der Schulter, dem Ellenbogen, dem Knie- und dem Sprunggelenk durchgeführt. Seine Schwerpunkte sind die Schulterchirurgie, Knorpelchirurgie, Achsbegradigungen und Teilgelenkersatz am Kniegelenk, sowie arthroskopische Eingriffe des Ellenbogens und des Sprunggelenkes. Zuletzt hat Herr Dr. Loewe ca. 500 solche Eingriffe pro Jahr selbst durchgeführt und darüber hinaus jungen Kollegen/innen zum operieren angeleitet. Der persönliche Kontakt zu Ihnen liegt dem gesamten Team sehr am Herzen. Im Zentrum für Gelenkchirurgie gilt: Vom Erstkontakt bis zur Abschlussuntersuchung ist Ihr behandelnder Arzt für Sie da und kümmert sich um Sie.

 

 

 

Ausgeklügeltes Werkzeug

 

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Es steht eng im Zusammenhang mit drei anderen Gelenken und mit der Verbindung zwischen Schulterblatt und Brustkorb. Das Schulterhauptgelenk und die vier Schulter-Nebengelenke umfassen die gesamte funktionelle Einheit:

 

  • Oberarmkopf - Schulterblattpfanne 
    (Hauptgelenk, auch Glenohumeralgelenk genannt)
  • Schlüsselbein - Schulterblatt/Schulterhöhe 
    (Schultereckgelenk oder Acromioclaviculargelenk genannt)
  • Schlüsselbein - Brustbein 
    (Sternoclaviculargelenk genannt)
  • Schulterblatt - Brustkorb 
    (Gleitschicht zwischen Schulterblatt und Brustkorb oder Thorakoscapulargelenk)
  • Schulterhöhe - Oberarmkopf 
    (Gleitweg unter der Schulterhöhe oder subacromiales Gleitgelenk)

 

Das Schulter(haupt)gelenk selbst hat einen relativ großen Kopf verglichen mit der Pfanne. Deshalb müssen Muskeln, Sehnen und Bänder helfen, das Gelenk zu stabilisieren. Die Muskulatur steuert die Bewegung des Schultergelenkes und stabilisiert den Kopf in der Pfanne.

 

Die zu diesen Muskeln gehörigen Sehnen (Rotatorenmanschetten-Sehnen) sind anfällig für Entzündungen und für degenerative (verschleißbedingte) Veränderungen, die durch unangemessene Bewegung und schlechte Durchblutung entstehen.

 

Es kann zu einem Ungleichgewicht in der Bewegung mit erhöhter Muskelspannung, druckempfindlichen Sehnen und möglicherweise auch Muskelkontrakturen kommen. Halten derartige Bedingungen länger an, kann daraus eine chronische Sehnentzündung bis hin zur Kalkablagerung in den weichen Geweben der Schulter resultieren.

 

Erkrankungen der Schulter

 

So vielseitig die Schulter selbst, so vielseitig sind auch die Möglichkeiten der Erkrankung. Gefürchtet sind Auskugelungen beispielsweise durch einen Sturz oder Schleimbeutelentzündungen, die durch Überbelastungen hervorgerufen werden können. Schmerzhaft sind ebenso Kalkablagerungen in Rotatorenmanschettensehnen oder Schleimbeutel, Defekte der Sehnenplatte, Schultergelenkverschleiß, Engpass-Syndrom oder Schultersteife. Daneben sind weitere verletzungsbedingte Krankheitsbilder möglich.

OPERATIVE THERAPIE

Verschieden Methoden

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

 

Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wird sowohl zur Behandlung als auch zur Untersuchung verletzter oder verschlissener Gelenke angewendet. Sie bietet eine Operationsmethode mit relative kleiner Schnittführung und der geringst möglichen Schädigung von Gewebe um das betroffene Gelenk. Dieser sog. "minimal invasive" Eingriff verkürzt die Heilung im Vergleich zur offenen Operation.

Vorteil: Kleine Schnitte, kleine Narben, rasche Heilung und Schonung umliegender Strukturen

 

Operationen am "offenen Gelenk"

 

Diese Methode ist vor allem dann angezeigt, wenn die Erkrankung oder Verletzung nicht durch eine Gelenkspiegelung behandelt werden kann, weil entweder Muskeln, Bänder und Sehnen um das Gelenk herum operiert werden müssen, oder weil der Defekt für ein Arthroskop (Gelenkspiegel) nicht zugänglich ist.

 

Spezielle operative Methoden

 

Synovektomie

 

Arthroskopische Entfernung der erkrankten, verdickten oder entzündeten Gelenkinnenhaut

 

ASD = Arthroskopische subacromiale Dekompression = Erweiterung des "Schulterdaches" mit Abtragung (Fräsung/Shaving) z.B. des knöchernen Sporns am Acromion (Schulterhöhe). Hierdurch entsteht mehr Platz/ Gleitraum für die Rotatorensehnen.

 

ARAC = Arthroskopische Resektion Acromio-Claviculagelenk = mittels Gelenkspiegelung kontrollierte Teilentfernung des Schultereckgelenkes (bei Verschleiß oder knöchernen Ausziehungen mit Einengung des Gleitraumes für die RM-Sehnen.

 

Sonstige arthroskopische Eingriffe:

 

  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Glättung des geschädigten teilweise losen Knorpels
  • Entfernung von Kalkablagerungen in den Sehnen oder Schleimbeutel
  • Durchtrennung (Tenotomie)
  • Anheftung (Tenodese) der geschädigten langen Bicepssehne
  • Wiederanheftung oder wenn nötig Entfernung des verletzten/geschädigten Bicepsankers (SLAP-Repair)

Bankart-Repair

 

Stabilisierungsoperation nach Schulterauskugelung, kann arthroskopisch (häufig) oder offen (heute selten) erfolgen. Mittels spezieller Fadenanker wird der Knorpellippe samt Kapsel (Labrum-Kapsel-Komplex) am abgelösten Pfannenrand wieder angeheftet (refixiert).

 

RM-Naht

 

Verschluss des Rotatorendefektes oder -Risses mit einer arthroskopischen Nahttechnik (Fadenanker). Bei größeren RM-Defekten kommt eine mini Incision vom etwa 3 cm mit offener Nahttechnik unter Verwendung der Faden-Anker zur Anwendung (mini open).

 

PROTHETIK

 

Bei fortgeschrittenem Verschleiß oder schwerer Verletzung wird u.U. das ganze Gelenk durch eine Prothese ersetzt. Es gibt Prothesen für die meisten Gelenke im Körper, häufig sind der Ersatz der Hüft- und Kniegelenke. Deutlich zunehmend ist aufgrund guter Verlaufsergebnisse und Standzeiten auch der Ersatz des Schultergelenkes.

 

Durch ausgefeilte OP-Technik und ausgereifte Entwicklung der Prothesensysteme ist es möglich, situationsangepasste Prothesen mit großem Gewinn für unsere Patienten einzubauen.

 

Bei sorgfältiger Indikationsstellung abhängig vom Patientenalter, Beschwerden, Einschränkungen und klinischen sowie bildgebenden Befunden kommt bei uns ein Oberflächenersatz oder Kalottenersatz, eine Oberarmkopfprothese oder Totalendoprothese (Kopf und Pfannenersatz) bzw. eine inverse Schulterprothese zum Einsatz.

SCHULTERSPRECHSTUNDE

Umfassende Diagnostik

 

Eine Operation kann nur der letzte Weg bei der Behandlung von Schulterproblemen sein. Bevor eine Operation geplant wird, sind konservative Therapien angebracht, vor allem ist aber eine umfassende Diagnostik nötig.

 

Mittwochs und Donnerstags finden spezielle Schultersprechstunden in der Privatpraxis von

Dr. Wilehlm Loewe statt. Terminvereinbarungen sind möglich unter der Telefonnummer 07551/ 948980.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gelenkchirurgie.de

Dr. Wilhelm Loewe

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Betriebswirt (FH/DO)

 

Dr. Loewe wuchs in der Kurpfalz und am Bodensee auf. Nach dem Abitur und dem Dienst bei der Bundesmarine begann er das Studium der Humanmedizin in Heidelberg. Dieses schloss er 1993 erfolgreich ab. Seine Facharztausbildung führte ihn nach Tettnang und an die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Tübingen. Berufsbegleitend studierte er dort Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen. Neben der chirurgischen Ausbildung baute Dr. Loewe in Tübingen eine Abteilung für Medizincontrolling auf. Er wurde zum Oberarzt bestellt und spezialisierte sich auf arthroskopische und rekonstruktive Eingriffe der großen Gelenke.

 

Ab 2012 leitete er in Tübingen die Sektion arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie. Mit seinem Team führte er dort jährlich ca. 1.800 arthroskopische und gelenkchirurgische Eingriffe durch. Seine Spezialisierung betreffen die Schulter und das Kniegelenk. Hier reicht das Spektrum vom Gelenkerhalt bis zur Teilprothese des Kniegelenkes (mediale Schlittenprothese). In der Klinik für Maximalversorgung behandelte er ebenso die Verletzungen des Ellenbogens und des Sprunggelenkes.

 

In der Sprechstunde wurden neben den Hobbysportlern die Profis aus Team- und Individualsportarten betreut. Dr. Loewe ist ein erfahrener Ausdauersportler und hat eine große Zahl von Wettkämpfen bestritten.

 

Seit April 2015 führt Dr. Loewe gemeinsam mit den Kollegen Dr. Renz und Dr. Volz eine Gemeinschaftspraxis für Gelenkchirurgie in Überlingen.

 

Kontakt:
Dr. med. Wilhelm Loewe

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
Krankenhausbetriebswirt (FH/DO)
 

Gemeinschaftspraxis

Dr. Ewald Renz, Dr. Richard Volz & Dr. Wilhelm Loewe

Hägerstraße 4

88662 Überlingen

 
fon: 07551 / 94 89 80
fax: 07551 / 94 89 82

mail: w.loewe@gelenkchirurgie.de