Gründung der "Hilfsgesellschaft für Verpflegung erkrankter lediger Handwerksgesellen" in der Stadt Stockach und Errichtung eines Gesellenspitals.
Gründung eines Fonds zur Errichtung eines allgemeinen Krankenhauses in Stockach von 40 Stockacher Bürgern.
Gemeinderatsbeschluß, dass jeder, der das "angeborene" Bürgerrecht antritt oder das Bürgerrecht erwirbt, 3 Taler (bzw. 5 Gulden, 15 Kreuzer) zu Gunsten des Krankhausfonds einzuzahlen hat.
Das Vermögen der "Hilfsgesellschaft für Verpflegung erkrankter Handwerksgesellen" in Höhe von 3923 Reichsmark wird in den allgemeinen Krankenhausfonds zugeführt.
Reichsgesetz zum Krankenversicherungswesen.
Nach Besichtigung der Krankenhausneubauten in Engen, Mengen und Überlingen beschließt der Bürgerausschuß die Errichtung eines Krankenhauses. Für die Planung des Baus wird der Architekt des Überlinger Krankenhauses, August Ilg, beauftragt.
Als Standort wird nach heftigem Meinungsaustausch die heutige Lage im Gewann "Claven" gegen einem Standort gegenüber des damaligen "Nellenbades" festgelegt.
Erster Spatenstich zum Neubau.
Feierliche Grundsteinlegung mit großem Festzug vom Rathaus zum Bauplatz.
Das Bezirksamt mahnt "mit Nachdruck" bei der Stadt "die Anlage eines bequemen Zufahrtsweges aus der Aachenvorstadt (als) ein dringendes Bedürfnis" an, da die Zufahrt mit Fuhrwerken nur über den Bahnhof Hindelwangen möglich ist.
Nahezu unbemerkt für die Öffentlichkeit findet die Eröffnung des Krankenhauses statt. Bürgermeister Carl Walcker gibt an: "Die Zeit drängte, und viele Kranke harrten der Aufnahme in der neuen Anstalt". Die Gesamtkosten werden mit 111.000 Mark angegeben.
Die ärztliche Leitung des Hauses lag in der Anfangszeit abwechselnd bei den beiden Ärzten Dr. Friedrich König und Franz Hensel. Erste Oberin war Schwester Julitta Lenz.
Übernahme der Leitung des Krankenhaus durch den Chefarzt Med. Rat Dr. König
Beschaffung eines Dampf-Infektionsapparates im August für 450 RM.
Einbau einer Niederdruck - Dampfheizung und Warmwasserbereitungsanlage, mit der die Einrichtung eines Bades in jedem Stockwerk möglich wird.
Neuer Chefarzt und damit Nachfolger von Dr. Friedrich König wird Bezirksarzt Dr. Ludwig Sprauer.
Einführung der Elektrizität in Stockach. Neben der elektrischen Beleuchtung wird ein erster Röntgenapparat mit Höhensonne angeschafft.
Dr. Melchior Stenglein ist ab dem 1. Januar neuer Chefarzt.
Instandsetzungsmaßnahmen in den Krakenzimmern, Beschaffung einer maschinellen Wäscheeinrichtung und einer neuen Röntgenanlage sowie Modernisierungsarbeiten im Leichenaufbewahrungsraum.
Einrichtung von 2 Isolierzimmern für Patienten mit ansteckenden Krankheiten.
Umfassende Überlegungen und Planungen für einen Umbau/Neubau nach Besichtigung durch den Karlsruher Obermedizinalrat Dr. Sprauer der dem Haus einen Zustand bescheinigt, "dem die Bezeichnung Krankenhaus eigentlich abgesprochen (ge)höre." Doch der Kostenrahmen von ca. 200 TRM kann nicht aufgebracht werden.
Einbau einer Lichtsignalanlage mit Notrufeinrichtung.
Aufstellung einer Krankenbaracke im Carl-Walcker-Weg mit 30 Bettstellen in 3 Räumen für ausländische Arbeitskräfte.
Neuer Chefarzt wird ab dem 15. September Prof. Dr. Heinrich Fründ. Offizielle Dienstaufnahme am 1. Januar 1946.
Gemeinderatsentscheid zur Gesamtrenovierung des Hauses in allen Stockwerken, Errichtung eines Anbaues an der Nord-Ost-Seite und Aufstockung des Hauses um ein weiteres Geschoß. Einweihungsfeier am 12. März 1959.
Einrichtung einer Entbindungsstation.
Beschluss des ehemaligen Landkreises Stockach zur Übernahme der städtischen Krankenhäuser in Stockach und Meßkirch ab dem 1. Januar 1971 in die Trägerschaft des Landkreises.
Neuer Träger des Stockacher Krankenhauses wird im Zusammenhang mit der bad.-wttbg. Verwaltungs- und Kreisreform und der mit ihr einhergehenden Auflösung des Landkreises Stockach ab dem 1. Januar der Landkreis Konstanz.
Neuer Chefarzt wird ab dem 1. September Dr. Anselm Stockinger.
Schließung der Entbindungsstation als Folge des Geburtenrückganges. Seit Eröffnung 1960 sind hier 2690 Kinder geboren worden.
Auflösung der krankenhauseigenen Wäscherei aus wirtschaftlichen Erwägungen.
Zum 1. Januar wechselt das Krankenhaus wieder in die Trägerschaft der Stadt Stockach.
Eröffnung einer operativen gynäkologischen Belegabteilung mit 10 Betten im März.
Einführung des Tablettsystems bei der Speisenversorgung.
Zustimmung im Gemeinderat zu den vorgelegten und in enger Zusammenarbeit mit der Krankenhausberatungsstelle in Stuttgart entstandenen Plänen zur Krankenhaussanierung sowie zum Abschluss einer Festbetragsvereinbarung mit dem bad.-wttg. Sozialministerium über die Aufnahme in das Krankenhausprogramm des Landes. Vorgesehen ist die Durchführung der Gesamtsanierung in mehreren Bauabschnitten. Die Bedingung des Landes ist die Verminderung der Bettenzahl auf 70 Betten (Chirurgie 40, Innere Medizin 25, Gynäkologie 5 Betten).
Festlicher Abschluss der Sanierungsmaßnahmen des ersten Bauabschnittes. Für ca. 7.1 Mio. DM wurde der Anbau eines Funktionstraktes mit Untersuchungsräumen, die bauliche Sanierung des Eingangsbereiches, der Einbau eines weiteren Aufzuges sowie die Renovierung von Patientenaufenthaltsräumen auf den Krankenstationen realisiert.
Beginn des 2. Bauabschnitts mit der Errichtung eines dreistöckigen Bettenanbaues in Richtung Carl-Walcker-Weg mit einer klimatisierten Intensivstation, der Sanierung des Erdgeschosses und des 1. Obergeschosses des Bettentrakts im Altbau.
Dr. Peter Strigl tritt am 1. Januar als Chefarzt für die Innere Abteilung seinen Dienst an.
Fertigstellung Bauabschnitt 2, Beginn des Bauabschnitt 3 mit Sanierung des OP-Bereiches.
Festliche Begehung des 100 jährigen Bestehens des Stockacher Krankenhauses, verbunden mit der offiziellen Feier des Abschlusses der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen.
Gründung der Krankenhaus Stockach GmbH
Etablierung eines gelenkchirurgischen Schwerpunktes.
Die Stadt Stockach übernimmt die Trägerschaft des Krankenhaus Stockach
(inkl. Betrauungsakt zu 94%)
Kooperation mit dem KH Sigmaringen
Kooperation mit dem Gesundheitsverbund Konstanz (GLKN)
Erarbeitung eines Leitbildes - regionales krankenhauszentriertes Versorgungsnetzwerk - als Grundlage für das Qualitätsmanagement
Beginn der Corona-Pandemie
Frau Dr. med. Svjetlana Peka tritt am 01.04.2020 als Chefärztin für die Innere Medizin ihren Dienst an.
Wechsel auf ein neues, modulares Krankenhausinformationssystems zur Realisierung eines hohen Digitalisierungsgrades.
Die ersten Krankenpflegeschüler/innen nehmen ihre Ausbildung im
Krankenhaus Stockach auf .
Fertigstellung und Inbetriebnahme eines Bettenhausanbau mit 10 zusätzlichen Ein- und Zweibettzimmern für 18 zusätzliche Betten (Kosten: ca. 5,7 Mio. Euro).
Zertifizierung der Klinik für Innere Medizin durch die Deutsche
Diabetesgesellschaft (DDG).
Abschluss einer Qualitätspartnerschaft mit der PKV
Herr Dr. med. Jan Ludolf Kewer tritt am 01.07.2023 als Chefarzt für die Chirurgie 1 (Allgemein- und Viszeral-Chirurgie & Unfallchirurgie) seinen Dienst an.
Neubau der Intensivstation (im Altbau) und Bau eines ambulanten
OP (im Ärztehaus).
Ende der Corona-Pandemie
Am 01.02.2024 Inbetriebnahme der neu gebauten Intensivstation (6 Betten)
Im Februar 2024 Inbetriebnahme eines neu gebauten ambulanten OP im Ärztehaus
Auszeichnung: Deutschlands beste Krankenhäuser
Das zum 01.01.2025 von der Kassenärztlichen Vereinigung zugelassene Medizinische Versorgungszentrum nimmt im Ärztehause seinen Betrieb auf
